Bubbleball statt Faustkampf

Berufsfachschulklassen durchliefen den Anti-Gewalt-Parcour der Sportjugend Rheinland-Pfalz

Die AG Erlebnispädagogik der BBS Alzey bot vier BF1 Klassen ein besonderes Training gemeinsam mit der Sportjugend Rheinland-Pfalz

Als die Schülerinnen und Schüler der BF1-Klassen Hauswirtschaft 17a,b,c und Metall 17 an diesem Tag die Rundsporthalle betraten staunten sie nicht schlecht: Statt der üblichen Ballspiel- oder Geräteaufbauten fanden sie eine Halle, gefüllt mit großen Gummibällen, Boxkissen, Gummiringen und Helmen vor und an Stelle der üblichen Lehrkraft standen zwei Referenten der Sportjugend Rheinland-Pfalz vor ihnen. Diese, eingeladen von der AG Erlebnispädagogik, übernahmen auch die Leitung der folgenden 90 Minuten.

Zunächst trugen die jeweiligen Klassen im Gespräch zusammen was Aggressionen sind, wann sie auftreten und in welcher Form sie sich gegebenenfalls im Verhalten widerspiegeln. Wichtig war hierbei die Erkenntnis, dass Aggressionen an sich ganz natürlich sind, während das Ausleben dieser Aggressionen in Form von Gewalt ein großes Problem darstellt.

Andere Möglichkeiten des ‚Aggressionen Herauslassens‘ konnten die Schülerinnen und Schüler anschließend im praktischen Teil an verschiedenen Stationen ausprobieren. So spielten Kleingruppen Bubbleball-Fußball, bei dem das Umrennen des Gegners nicht zu kurz kommen durfte, führten Armdrück-Wettbewerbe durch, versuchten Partnerinnen und Partner aus einem bestimmten Feld zu schieben oder setzten die volle Kraft und Energie beim Boxen und Kicken gegen Boxkissen ein. Fairness und Respekt gegenüber dem Gegner waren hierbei große Aspekte, die zum Beispiel durch einen Handschlag vor Beginn des Kämpfens oder das Einhalten von verschiedenen, vereinbarten Regeln Ausdruck fanden.

Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler ausgepowert hatten, wurde nochmal abschließend besprochen, inwiefern die kennengelernten Übungen Alternativen zum Auslassen der Aggressionen in Form von Gewalt sind und wie sie im Alltag der Jugendlichen angewendet werden können.

 

Von Christiane Zeimentz