Mit Donut und Banane: Die Kunst des Hochsteckens

Annerose Cutivel, Friseur-Innung Rheinhessen, Fris 15

Angehende Profi-Frisöre lernen Tipps und Tricks für edle Frisuren

Beim Workshop mit Friseurmeisterin und Visagistin Annerose Cutivel lernen die Azubis im dritten Lehrjahr praktische Kniffe für Flecht- und Hochsteckfrisuren. Gesponsert wurde das Seminar von der Friseur-Innung Rheinhessen.

Ob Fischgräten- oder Wasserfall-Zopf, gewebt oder geflochten, nach diesem Nachmittags-Workshop sind die Lehrlinge im 3. Ausbildungsjahr bestens auf die Kundenwünsche vorbereitet.

"Locker ist momentan angesagt - trotzdem muss die Frisur das Fest über halten!", weiß die Autorin und Expertin Annerose Cutivel, die die Kunst des Hochsteckens mit der Klasse Fris 15 übte. Die Salonchefin zeigte an Übungsköpfen zunächst unterschiedliche Flechttechniken. "Über die Strähnen darf man auf keinen Fall den Überblick verlieren", lernen die Schülerinnen, die von Ohr zu Ohr Haarpartien abteilen, um Blumen- oder Perlenbänder in die verschiedenen Zopfarten mit einzuflechten.

Workshop Hochsteckfrisuren

Die einzelnen Arbeitsschritte für den klassischen Nackenknoten in Kombination mit einem seitlichen Flechtelement erlernten die Azubis als Nächstes. "Das Haargummi zählt zum Fundament der Frisur - wie beim Hausbau", verbildlicht die Autorin die Aufgabe.

Dass Frau Cutivel nicht nur ein Händchen für Hochsteckfrisuren, sondern auch fürs Begeistern und Lehrern angehender Frisöre hat, zeigte das unermüdliche Arbeiten der Azubis, die bis 18 Uhr geübt und geflochten haben, was die Übungsköpfe hielten. "Frau Cutivel war von der Klasse und die Klasse von Frau Cutivel sehr begeistert. Unsere angehenden Profi-Friseurinnen haben viel dazugelernt", lobt Karina Zechner den Erfolg des Workshops. Krönender Abschluss des Tages war das Diplom, das die Friseurmeisterin zum Schluss überreichte.

Workshop Hochsteckfrisuren

Das Hochstecken als fortgeschrittene Handwerkskunst wird nicht nur in der Berufsschule im Lernfeld 13 "Komplexe Friseurdienstleistungen erstellen" beigebracht, sondern ist auch Bestandteil der praktischen Prüfung. "Die heute erlernten Fingerfertigkeiten können unsere Azubis nicht nur im Salonalltag, sondern auch bei der bevorstehenden Gesellenprüfung zeigen", erklärt die Fachpraxis-Lehrerin Karina Zechner. Ein großer Dank geht hierbei an Obermeister Bernd Kiefer der Friseur-Innung Rheinhessen, der das Seminar und damit die Verbindung von Theorie und Praxis ermöglicht hat.