Herausforderungen im Frisörsalon

Workshop zum Thema „Umgang mit demenzerkrankten Kunden“ mit Bettina Koch im 3. Ausbildungsjahr Frisöre

Wie bereite ich mich auf Kunden vor, die an Demenz erkrankt sind? Referentin Bettina Koch von der Rheinhessen-Fachklinik Alzey (RFK) gibt angehenden Frisörinnen und Frisören Tipps für ihren Berufsalltag.

Wie geht man mit Menschen um, die das Gefühl für Termine, Pünktlichkeit oder sogar für Orientierung verloren haben? Bettina Koch, die Diplom-Sozialpädagogin an der Rheinhessen Fachklinik in Alzey arbeitet, gibt den angehenden Frisörinnen und Frisören des 3. Ausbildungsjahres der Berufsschulklasse BS Fris 15 einen umfangreichen Workshop zum Thema.

Vortrag Frau Bohn

"Demenz kennt keine Termine". Nach einem kurzen Alltagsbericht von Frau Bohn, Frisörin für Dauerpatienten in der RFK, beschäftigten sich die Auszubildenden vier interessante Stunden lang mit den Symptomen der Krankheit, die hauptsächlich Menschen ab 65 Jahren betrifft. "Es gibt jedoch auch zunehmend jüngere", weiß die Expertin. Die Zahl der Demenzerkranken wird sich voraussichtlich bis 2050 verdoppeln von derzeit 2 Millionen auf rund 4 Millionen Menschen mit Demenz. "Als Frisörinnen und Frisöre müssen Sie darauf vorbereitet sein", rät Bettina Koch.

Haare waschen

Was muss ich bei Kundengesprächen beachten? Welche Gesprächsthemen sind sinnvoll während des Schneidens? "Achten Sie darauf, dass sich die Kundinnen und Kunden wohlfühlen. Bleiben Sie ruhig, erklären Sie immer, was Sie tun und halten Sie Blickkontakt". Diese und andere Tipps nahmen die Azubis im 3. Lehrjahr gerne an.

 

Von Natalie Hauck, BS Fris 15